Samstag, 20. März 2010

nur mal so ueberlegt....

....diese Intensive Care Unit ist echt der Hammer! Ich werde dort einziehen! Das ist da so toll, dass man sich perverserweise wuenscht, mal richtig krank zu werden.... also wirklich, was sag ich da!.....
Es ist schon verrueckt mit dieser health care hier. Es gibt ja oefter mal republikanische Senatoren die sagen: We have the BEST Healthcare in the whole world! und wenn man das hoert, kichert man normalerweise und tippt sich mit dem Zeigefinger an die Stirn... Ha! Welch weltfremder Gedanke!
ABER wenn man sich dieses Hospital anschaut und sieht welchen Luxus man da hat-- das ist wirklich wie im 5 Sterne Hotel! Man hat valet parking fuer das Auto, man kann Leute 24 Stunden lang besuchen, in der Lobby gibt es Pianomusik, die Intensivstation hat Parkett und einen tollen pinkfarbenen Schrank, (ich ueberlege schon die ganze Zeit, wie ich den unbemerkt stiebitzen koennte.....), Essen waehlt man natuerlich a la carte aus! In den naechsten Tagen werde ich dann mal mit dem Ehemann fruehstuecken, denn ich moechte sowohl die Blueberry pancakes als auch den French Toast probieren! Also alles ist so abgefahren toll, dass man das wiederum unnuetz findet! Denn seien wir doch mal ehrlich, es ist ja nun wirklich nicht noetig, solch einen Luxus zu haben, ZUMAL er ja nur einem Bruchteil der amerikanischen Gesellschaft zugute kommt!
Also das ist so, als haette man ein Staedtchen mit 1000 Einwohnern. Und man gibt dann 100 Einwohnern jeweils einen Mercedes Sportwagen und die brausen dann lustig mit diesen Karossen rum waehrend die uebrigen 900 Leute laufen muessen..... Viel besser waere es doch wenn man alle 1000 Leute mit Fiat Pandas ausstattet damit wenigstens niemand mehr laufen muss. Diejenigen, die unbedingt einen Mercedes Sportwagen fahren wollen, koennen sich den ja selbst finanzieren! Das waere doch die viel moralischere Variante, oder etwa nicht?

Nicht, dass ich es ausprobieren moechte, aber es waere bestimmt interessant zu sehen, was passieren wuerde wenn ICH statt des Ehemanns diese Operation bekommen haette. Vielleicht haette ich ja, wie viele andere Amis, totale Probleme mit der Versicherung bekommen? Diese Versicherungen sind ja alles Gauner und versuchen sich regelmaessig vor dem Uebernehmen der Kosten zu druecken... aber wer weiss, vielleicht muessen die so sein? Denn wer soll das denn alles bezahlen? Ich laufe durch dieses Krankenhaus und denke laufend: Nee, das geht alles nicht! Die haben die neuesten Geraete, die Betten heutzutage haben eingebaute Computer und die bewegen sich wie Massagebetten damit man sich nicht wundliegt, also CRAZY! Wer soll denn das alles bezahlen? Es ist wohl ein Ding der Unmoeglichkeit, 300 Millionen Menschen eine solche luxury care zukommen zu lassen. Das ist zwar ganz traurig und furchtbar ungerecht und undemokratisch, aber es ist wohl die Realitaet....seufz..
also bleibt uns nur das alte bon mot: Hauptsache gesund!--- damit wir uns mit dieser ganzen Problematik erst gar nicht auseinandersetzen muessen.....

...heute mal nur 7 Leutchen....

.....heute gab es hier einen fiesen Schneesturm... naja, eher Regen- Schnee-Wind-Dreckswetter.... Und da haben sich die Bewohner des kleinen Staedtchens Zion wohl gedacht: Och, da bleiben wir lieber zuhaus....
Nur 6 Hanseln (die 7. war die Bibliothekarin) fanden den Weg zu mir und meiner The New Germany Lecture....Aber es war trotzdem spassig, denn diejenigen, die da waren, haben so viele Fragen gestellt und wir haben richtig diskutiert und wir sind ueberall herumgesprungen: von der Frage warum das Brandenburger Tor eigentlich Brandenburger Tor heisst, bis hin zu warum deutsche Frauen so wenige Kinder kriegen.... Zwischendurch sprachen wir noch kurz ueber Napoleon und auch ueber den Krebs von Gorbatschows Frau bis wir dann knapp 2 Stunden spaeter endlich fertig waren! Also alles in allem doch eine gelungene Veranstaltung!

Freitag, 19. März 2010

the kindness of strangers.....

.... also erstmal: Des Ehemanns Operation is SEHR GUT verlaufen! Der Chirurg war richtig stolz auf seine Arbeit! "Everything turned out the way I hoped!", sagte er mir im Warteraum! Also alles super und ich bin total erleichtert, auch wenn ich mir einen SMS Kampf mit den Arschgesichtern.... aeh, den Toechtern.... liefern musste...
Manchmal kennt deren Egoismus gar keine Grenzen... Aber was mich echt berueht hat, war diese kindness of strangers wie es Blanche Dubois in Streetcar named Desire ausdrueckt: da gibt es Dutzende von tollen Menschen, die sich auf aufopferndste Weise um Kranke kuemmern! Das gibt es in Deutschland ja natuerlich auch.... und vielleicht ist es auch dieses "familiaere Englische, dieses etwas saloppe, dieses Jack, hey Buddy!" was dem nochmal eine andere Dimension verleiht. In Deutschland ist es immer so ernst und so HALLO??? KOENNEN SIE MICH HOEREN??? MACHEN SIE JETZT MAL DIE AUGEN AUF!!!!! -- so generalstabsmaessig und man sieht den Leuten an, dass sie eigentlich keinen Bock darauf haben und dass sie denken, sie wuerden sowieso zuwenig verdienen und natuerlich auch viel zu viel und zu lange in der Schicht arbeiten....und das ist sicherlich auch wahr.... Aber geht es nicht ein bisschen "herziger"?
Hier war das heute wirklich toll: der Chirurg kam des oefteren in den Raum und hat Jack fast zaertlich die Hand gedrueckt waehrend der Arme noch intubiert vor sich hinroechelte. Sein Assistent hat mir zuversichtlich gesagt: "Don't worry, we will get you both to Germany in May", und die Krankenschwester, eine kleine paarundzwanzigjaehrige Mexikanerin, war auch super!
Natuerlich ist das alles elitaer und kostet ein Vermoegen und wir koennen von Glueck sagen, dass der Ehemann schon ueber 65 ist und die riesige Rechnung daher vom Staat, also von Medicare, bezahlt wird--
aber wie toll, dass es so viele Menschen gibt, die einen aufschneiden und das Herz reparieren und die einem das Blut absaugen und die Spucke und die, wie man hier sagt: give a damn!

Sonntag, 14. März 2010

das ist schon fuer 2011.......

....unermuedlich arbeite ich an meiner Lecturer Career und habe nun dieses neue Projekt, das aber erst 2011 einsatzbereit sein wird. Ich glaube, dass DAS die Amis total interessieren und mir viele Engagements bringen wird.
Naja, hoffen wir mal....
Operation Freedom – The Berlin Airlift

It was perhaps one of the greatest adventures in American military history: the Berlin airlift of 1948! When Soviet troops closed all access routes to West- Berlin by land, sea, and rail, thus threatening the lives of 2,5 million people and provoking the first major international crisis of the Cold War, American General Lucius D. Clay did not hesitate and proceeded to build a bold and fantastic bridge across the sky, involving 700 planes and 150 000 flights over a period of 11 months! Join German Historian Anette Isaacs for a fascinating discussion of this exciting time in her country’s postwar history.

Dienstag, 9. März 2010

Super!!!


...und vor allem so wahr.........

Montag, 8. März 2010

ach du Gott!!!!

...ich hatte ja keine Ahnung!!!! Habe eben herausgefunden, dass die Zimtschnecke, die ich so gerne hier bei Panera Bread esse, ganze 640 Kalorien hat! Boah!!!!!!
Schade..... naja... der Ehemann und ich werden sie uns kuenftig teilen wenn wir das Gefuehl haben, dass wir total duerr sind und den Rest des Tages sowieso nur Suppe essen werden....
640 Kalorien... Mannometer......

Samstag, 6. März 2010

...heute bei Bobbi Brown....

... ich habe mich letzte Woche bei Bloomingdales bequatschen lassen und bekam deshalb heute ein kostenloses make over bei Bobbi Brown cosmetics....Als ich fertig war, erinnerte ich mich selbst an einen Waschbaeren....

...man sieht das auf dem Foto nicht so gut, aber die Dame hatte es mit dem lilafarbenen Lidschatten doch etwas uebertrieben.... Und ich bin ja keine Freundin des lipgloss......

Zuhause angekommen musste ich einen hysterischen Lachanfall des Ehemanns ueber mich ergehen lassen.... naja, ein kurzes Rendez-vous mit dem eye makeup Entferner und ich sah wieder aus wie ich:





Neue Lecture.....

...ich werde im Herbst diesen neuen Vortrag zum besten geben! Ein sehr interessantes Thema! Ich hoffe, irgendwann einmal Buch darueber veroeffentlichen zu koennen.


“Never Forget!”: Remembering the Holocaust in Berlin and Germany

2010 marks the 65th anniversary of the liberation of Auschwitz and also the end of the Second World War and with it the demise of Hitler´s Nazi Regime. Join German Historian Anette Isaacs for a fascinating discussion of how the German nation has, over the last 65 years, attempted to cope with the guilt of causing the Holocaust. Furthermore, a detailed exploration of a multitude of Holocaust Memorials in Berlin and Germany will shed light on intriguing artistic representations of the concept of Remembrance in the land of the perpetrators.