Freitag, 6. Juli 2007

Learjet Liberals

Prinzipiell mag ich Milliadäre!

Endlich mal Leute ohne Geldsorgen!


Millionäre gibt es heute ja schon an jeder Ecke, aber Milliadäre, die findet man nicht so leicht.... logisch, es gibt ja auch nur ca. 900etwas von denen auf der gesamten Erde.

Natürlich ist es obszön, Milliadär zu sein. Da sind wir uns ja wohl alle einig.... naja, ich denke mal, die 900etwas Typen würden mir da vielleicht widersprechen-- aber es ist doch so.

Mir fällt dazu immer Mario Adorf ein in der ersten Folge von KIR ROYAL, als er zu Baby Schimmerlos sagt: "Isch scheiss disch zu mit meinem Geld!" Das Leben verliert natürlich total an Authentizität wenn man eine Milliarde Dollars oder Euro auf dem Konto hat. Gerade eben WEIL man alles und jeden "zuscheissen" kann.


Ich hatte gestern ein faszinierendes Treffen mit zwei Dackelbesitzerinnen. Nicht, dass sie Dackel besitzen war das faszinierende-- nein, ich komme deshalb auf die Dackel-Damen zu sprechen, weil die eine nämlich "household manager" einer Milliadärin ist! Ich kenne mich mit den Bloggerregeln nicht so aus und weiss jetzt nicht ob ich Namen nennen darf. Ich sage einfach mal: unter anderem gehört dieser Familie, die in Chicago ansässig ist, die HYATT Hotelkette UND die Dame ist mit ihren 48 Jahren auf der Liste der 100 reichsten Frauen der Welt. UND: Sie ist übrigens financial manager der Obama Presidential Campaign. Naja, und meine Bekannte arbeitet seit 3 Monaten bei dieser Familie und sie hat mir die dollsten Dinge erzählt!
Letzte Woche sind die Dame und ihr Mann kurz mal in den Firmenjet gestiegen und flogen nach London. Dort hatten sie ein private dinner mit Tony Blair und danach stand Schöngeistiges auf dem Programm, und zwar die Art Basel. Dort haben sie sich mit Kunstwerken und Installationen eingedeckt und sind dann wieder zurück in die USA geflogen. Meine Bekannte muss jetzt mit irgendwelchen Handwerkern herausfinden, wierum man die Installationen nun an die Wand hängt....
Ich lese gerade dieses wunderbare Buch des Wallstreet Journal Autors Robert Frank "Richistan- A Journey through the American Wealth Boom and the Lives of the New Rich". Er nennt diese Leute Learjet Liberals, unglaublich reich, immer im eigenen Learjet unterwegs, aber im Herzen sind sie "kleine Leute" und unterstützen die Democratic Party mit allen Mitteln.
Für uns mag das nicht zusammengehen, aber die Learjet Liberals haben kein Problem damit, die demokratisch Agenda zu unterstützen und trotzdem darauf zu bestehen, dass die Household Managerin ihnen jeden Abend persönlich das Dinner serviert und ein Glas Wein einschenkt.


Ich fragte meine Bekannte: Putzt denn die Dame auch manchmal oder benutzt sie den Staubsauger? und sie schüttelte nur entsetzt den Kopf und zeigte mit dem Finger auf sich: No, I am doing that.


Aber die Dame muss doch in den letzten 48 Jahren irgendwann mal einen Teller in der Hand gehabt und ihn entweder in die Spülmaschine oder in den Geschirrschrank gestellt haben?!


Nein, nie!


Aber sie hat doch bestimmt mal ihre Wäsche gewaschen???

No, no, und nochmals no!

FAZ-ZI-NIE-REND!!!

Ich habe jetzt nicht nachgefragt, aber ich denke schon, dass die Milliadärstusse eine Yacht hat. Das ist ja ein Muss in diesen Kreisen. Ich persönlich hielte es lieber wie Jerry Seinfeld, der 48 Porsches in einer riesigen Garage hat... aber gut, jeder ist anders.

Jedenfalls steht in meinem neuen Lieblingsbuch eine ganz super Geschichte:

Es geht also um die Yachten, die immer grösser und mega-mässiger werden und die Milliadäre überbieten sich da gegenseitig wie verrückt. Und ganz wichtig ist natürlich das Posen! Man muss dann mit der längsten Yacht in den repräsentativsten Hafen einlaufen und dann ist man toll, dann hat man es geschafft.

Und jetzt gibt es aber ein Problem: Wie Robert Frank schreibt:
"Such magayachts, however, may be reaching their limit.
Many of the new boats are so big, the can´t fit into conventional marinas
and have to tie up at commercial ports. When Paul Allen
(das ist der Microsoft Corp. Co-Gründer!) brings Octopus to Florida ,
he can´t park next to the other flashy yachts at the Bahia Mar so he has to go
to the Port Everglades and dock next to the rusty container ships and oily sky cranes.
"You don´t spend 200 Million Dollars on a boat to sit next to a bunch of oil tankers, " yacht broker Beckett says: "It´s not very scenic."
Klasse story, nicht wahr????











Only in America.......

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