Die Wirklichkeit sieht ja gaaanz anders aus:
Ich empfehle jedem, der sich mit dem Gedanken trägt, einen kleinen Fell-Freund zu adoptieren, die Lektüre der folgenden Zeilen: (ein investigativer Erfahrungsbericht).
- man muss etwa ein bis zweimal täglich Poopoo (vielleicht sollten wir das Kind hier beim Namen nennen: HUNDESCHEISSE!) anfassen und wegschmeissen. Naja, man fasst sie nicht direkt an, denn man hat ja immer ein Tütchen bei sich, aber irgendwie fasst man sie ja doch an.....
- der Hund an sich liebt es ja, sich im Park in Entenscheisse zu wälzen. Das ist besonders beliebt bei Mietwagenfirmen.... denn wenn der Hund per Mietwagen in den Park transportiert wird, bleibt die Entenkacke, oder wenigstens ein Bruchteil von ihr, ja doch am nagelneuen Polster haften. Deshalb muss der Hundebesitzer manchmal bizarre Entscheidungen treffen: wie beispielsweise zuerst mit dem Hund nach Hause laufen, ihn in einer Wanne im Keller waschen (man möchte ja nicht, dass der mit Entenkacke befleckte Hund sich auf das neue rote Sofa setzt), ihn mit einem Bettlaken, das man im Keller findet, trockenrubbeln und ihn dann in der Küche einschliessen während man sich selbst wieder auf den Weg in den Park macht, um den Mietwagen abzuholen.
Zwischendurch kann man wahlweise noch den Ehemann per Handy anschreien und ihm das unpassende Verhalten des Vierbeiners schildern, oder man wählt die Zen-Variante und läuft wortlos meditierend durch die amerikanische Kleinstadt.
-Sollte man sich einen Hund anschaffen wollen, muss einem im Vornherein klar sein, dass man in den nächsten 15-18 Jahren keine Mahlzeit mehr ungestört einnehmen kann. Auch die teuerste Hundetrainerin vermag es nicht zu schaffen, den Vierbeiner von seiner OCD (obsessive compulsive disorder) jedliche Lebensmittel betreffend, abzubringen. Ein grosser Teilerfolg kann jedoch durch stetes Training errungen werden. Dieser Teilerfolg wäre beim Abendessen im Esszimmer zu beobachten. Dort, jedoch n u r dort, kann der Vierbeiner mit viel Geduld und Autorität dazu bewegt werden, sich in sein Körbchen zu setzen und seine Besitzer wortlos anzustarren.
Sollte man jedoch darauf spekulieren, jemals einen spontanen Snack im ungezwungenen Umfeld, wie beispielsweise auf der Couch im Wohnzimmer sitzend, zu sich nehmen zu können-- so müssen alle diesbezüglichen Hoffnungen gnadenlos zerschlagen werden.
Das Wohnzimmer ist "fair game", hier geht wie bekanntlich im Krieg und in der Liebe alles! Der Hund schreckt vor nichts zurück, keine Aktion ist ihm zu infam, um an sein Ziel zu gelangen.
Zuguterletzt wäre folgender Rat angebracht: Man sollte sich niemals durch das ansprechende Äussere eines Hundes, besonders nicht eines Welpen, blenden lassen. Der in unseren Breitengraden übliche canis vulgaris hat es gemeinhin faustdick hinter den langen und flauschigen Ohren:

1 Kommentar:
wer kann so einem Gesicht schon böse sein?
Kommentar veröffentlichen